Dampflok 50 2740

Baujahr: 1942
Hersteller: Lokomotivfabrik Henschel & Sohn (Kassel)
Leistung: 1.625 PS
Geschwindigkeit: 80 km/h
Eigentümer: Dampfnostalgie Karlsruhe
eine Sektion der Ulmer Eisenbahnfreunde e. V., Leihgabe an das SEM – Sächsische Eisenbahnmuseum Chemnitz

Die Lok ist als sogenannte Übergangskriegslok (ÜK) gebaut worden. Dabei wurde in der Zeit des zweiten Weltkrieges die bereits in Friedenszeiten, konstruierte, gebaute und bewährte Baureihe 50 auf ein absolutes Minimum vereinfacht. Rund 1.000 Teile entfielen, unzählige wurden vereinfacht – das Ergebnis war die Kriegslokomotive der Baureihe 52 die ab 1942 in rund 7.000 Exemplaren gefertigt wurde. Die ÜK stellt dabei  eine der wenigen noch erhaltenen Vertreter des Übergangs zwischen diesen beiden Baureihen dar.

1988 endete der reguläre Einsatz von 50 2740 in der DDR. Noch im gleichen Jahr wurde die Lok in die Bundesrepublik verkauft, kam nach Ettlingen bei Karlsruhe und verbrachte dort, nach ihrer Einsatzzeit bei der Deutschen Reichsbahn, ihren (Un-)Ruhestand als betriebsfähige Museumslok beim Verein „Dampfnostalgie Karlsruhe – eine Sektion der Ulmer Eisenbahnfreunde e. V.“ – (Dampfnostalgie Karlsruhe).

Nachdem sie dort bis ins Jahr 2011 fleißig etliche Einsätze mit Bravour meisterte, musste sie nach Fristablauf abgestellt werden. Im Jahre 2023 ging die Lok auch in das Eigentum des Vereins Dampfnostalgie Karlsruhe über.

Leider konnte aufgrund fehlender Halle die Lok in Ettlingen nicht witterungsgeschützt untergestellt werden. 2026 bot sich die Möglichkeit die Lokomotive als Kooperation zwischen der Dampfnostalgie Karlsruhe und dem Verein Sächsisches Eisenbahnmuseum e. V. als Leihgabe nach Chemnitz-Hilbersdorf zu überführen. Die Idee fand in beiden Vereinen schnell Gefallen, zumal mit der 50 2740 eine Stammlok des ehemaligen Bw Karl-Marx-Stadt-Hilbersdorf zurückkehrt.

Es folgte eine zügige Klärung aller Formalitäten sowie eine optische Aufarbeitung der Lokomotive durch die Ehrenamtlichen der Dampfnostalgie Karlsruhe. Im August 2026 konnte die Lok schlussendlich ihre rund 650 Kilometer lange Reise in ihre neue, alte Heimat antreten.

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