Am vergangenen Samstag war unsere Dampflok 50 3648 zusammen mit der Glauchauer 35 1097 unterwegs zur großen Dampflokparade ins polnische Wolsztyn. Gleichzeitig war es auch der erste Einsatz unserer Lok auf Polnischen Gleisen. Dies war eine Gemeinschaftsfahrt der Flügelradtouristik e.V., Dampflok Glauchau und vom Lausitzer Dampflokclub.
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Osterfest im Eisenbahnmuseum
Vom 19.04 bis zum 21.04 fand im Sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf das Osterfest statt.
Rund 1500 Besucher durften wir in unserem Museum begrüßen. Highlight für die „Kleineren“ Gäste waren unter anderem die Ostereierfahrten auf der Feldbahn, denn der Osterhase hielt für alle Kinder eine kleine Überraschung bereit.
Doch auch für die Technikinteressierten gab es neben den regelspurigen Lokomotiven auch historisch nachgestellte Szenen einer Sandgrube mit Feldbahnbetrieb wie vor 40 Jahren zu sehen.
Weiterer Höhepunkt waren die Ostersonderfahrten mit unserer Dampflok 50 3648 nach Radebeul und Hainichen. Über 600 Fahrgäste konnten wir in den beiden historischen Zügen auf einen Osterausflug mitnehmen.
Wir waren gerade von der Resonanz auf unsere Schnupperfahrt nach Hainichen sehr begeistert sodass die Fahrt restlos ausverkauft war. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich beim Team des Bahnhofsbistros in Hainichen bedanken, welche ein Rahmenprogramm am dortigen Bahnhof veranstalteten. Die nächsten Schnupperfahrten nach Hainichen bieten wir im Rahmen des Heizhausfestes am 24. und 25. August an.
Auch die Sonderfahrt nach Radebeul am Ostersonntag war ein voller Erfolg. Bei schönstem Frühlingswetter verlief die Fahrt durch die Flusstäler Sachsens in die bekannte Weinanbauregion. Bedanken möchten wir uns bei den Kollegen der Feuerwehr Coswig für die tolle Hilfe beim auffüllen unserer Wasservorräte.
Für uns war diese Veranstaltung mit einer Mischung aus Sonderfahrten und Rahmenprogramm im Museum eine Premiere und gleichzeitig ein voller Erfolg und wir bedanken uns recht herzlich bei allen Besuchern, Fahrgästen und Unterstützern für dieses schöne Osterfest.
Einsatz unserer Dampflok 50 3648
Am 30.03.2019 war unsere Dampflok 50 3648 gemeinsam mit der Glauchauer 35 1097 mit dem Sonderzug ,,Ottokar“ unterwegs nach Tschechien
Früh morgens starteten in Zwickau bzw. Cottbus jeweils ein Zugteil die dann in Dresden vereinigt wurden. Mit zwei Dampflokomotiven sowie einem Zug, bestehend aus 15 Wagen, ging es durch das Elbtal nach Tschechien. Bei mehreren spektakulären Parallelfahrten konnte hautnah die Dampfloktechnik erlebt werden. Am frühen Nachmittag wurde das Tagesziel Ústí nad Labem erreicht. Hier bestand die Möglichkeit für mehrere Ausflüge z.b. eine Fotofahrt nach Bílina. Am Abend starte dann wieder der Zug gen Heimat. Dies war eine Gemeinschaftssonderfahrt von Flügelradtouristik, Lausitzer Dampflokclub und IG Traditionslok 58 3047 aus Glauchau.
Unser Fuhrpark im Einsatz
Vom 1. bis 3. März 2019 war unser Museumszug wieder im Einsatz: unsere drei Bghw-Sitzwagen nahmen am Samstag, den 2. März an einer Sonderfahrt von NostalgieZugReisen von Hamburg in den Harz nach Wernigerode teil (Bild oben: Maximilian Häslich). Die Zuglok des 11 Wagen langen Sonderzuges war die 35 1097-1 der IG 58 3047 e. V. aus Glauchau. Auch personell unterstützte das SEM den Glauchauer Verein auf dem Führerstand der Dampflok.
Am gleichen Tag beförderte unsere 50 3648-8 einen Sonderzug des Lausitzer Dampflokclub Cottbus von Niederwiesa ins Erzgebirge (Bild unten: Johnny Ullmann, Richard Häslich). Von dort aus ging die Fahrt über Annaberg und die Erzgebirgsiche Aussichtsbahn nach Schwarzenberg. Bei Nieselregen war die Fahrt trotz einer Schublok ein klangliches Erlebnis.
Arbeiten im Museum
Im Museum hat sich über den Winter einiges getan: im regelspurigen Bereich konnten in den vergangenen Wochen bei mehreren Arbeitseinsätzen Abschnitte der rund vier Kilometer langen Anschlussbahn nach Niederwiesa freigeschnitten werden. Dies war in den vergangenen Jahren immer wieder Schwerpunkt der Vegetationspflege.
Im Bereich der Feldbahn fanden währendessen vorbereitende Arbeiten zum Bau einer neuen Abstellgruppe neben der Fahrzeughalle statt. Die dafür benötigte 600 mm Weiche war zwar schon des Längeren im Besitz des Vereins, befand sich jedoch in einem schlechten Zustand. So mussten einige Segmente der Weiche grundlegend erneuert, andere wie das Herstück und mehrere Stahlschwellen sogar komplett neu gebaut werden (Bild unten).
Außerdem bedurfte der für die Personenfahrten genutzte Feldbahnpersonenwagen einer optischen Auffrischung. Hierfür wurden die Drehgestelle demontiert, abgeschliffen und neu lackiert.

Aktuelles aus dem Eisenbahnmuseum
Trotz Winterpause ist es nicht still im Sächsischen Eisenbahnmuseum. Fast jedes Wochenende sind Vereinsmitglieder aktiv. So fand z.B. am letzten Samstag, den 9. Februar 2019 der Freischnitt der Anschlussbahn im Rahmen eines Arbeitseinsatzes statt.
Auch über das Veranstaltungsprogramm gibt es Neuigkeiten zu berichten. So wurde eine „Schnupperfahrt“ für Familien anlässlich des Osterfestes zusätzlich ins Programm aufgenommen (weitere Informationen).
Weitere Informationen zum Osterfest erhalten Sie hier.
Licht’lfahrt zur Annaberger Bergparade 2018
Am 23. Dezember stand das letzte Highlight des Jahres 2018 an. Der Sonderzug des Sächsischen Eisenbahnmuseums zur Annaberger Abschlussbergparade ist mittlerweile schon Tradition. Die gemeinsam mit unseren Freunden von Flügelradtouristik e. V. durchgeführte Fahrt begann in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Mit einer Lokomotive der Baureihe 118 verließ der Zug pünktlich gegen 7:40 den Hauptbahnhof und fuhr mit Halt in Freiberg nach Chemnitz. Ab hier bespannte unsere Dampflokomotive 50 3648 den Elf-WagenZug.
Ziel der Reise waren der Weihnachtsmarkt und natürlich die große Abschlussbergparade in Annaberg, die die vorangegangene Adventszeit beendete. Besonders die Abschlussbergparade ist weit über die Region hinaus bekannt. 2018 wurden mehr als 1.100 Trachtenträger aus dem Erzgebirge wie auch dem restlichen Sachsen und zahlreichen anderen Regionen erwartet. Neben einem Festumzug war auch das große Abschlusskonzert vor der Annenkirche ein einmaliges Erlebnis, bei dem das berühmte Lied „Glück auf, der Steiger kommt“ ertönte. Nach dem Besuch der Bergparade setzten wir unsere Fahrt durch das weihnachtlich beleuchtete Erzgebirge in Richtung Schlettau fort. Nach einem kurzen Zwischenhalt mit Rahmenprogramm am dortigen Bahnhof traten wir die Heimreise über Schwarzenberg und Chemnitz in Richtung Dresden an. Mit dieser Sonderfahrt endet zwar das Sonderfahrtenprogramm 2018, doch für 2019 sind bereits mehrere historische Dampfzugfahrten geplant und buchbar.
„Hiermit wollen wir uns bei allen Fahrgästen der Sonderzüge, Besuchern des Museums und Unterstützern recht herzlich bedanken und freuen uns auf ein Wiedersehen im neuen Jahr.“

Ein dritter Waggon für den historischen Museumszug
Am 12. Dezember 2018 war ein großer Tag im Sächsischen Eisenbahnmuseum. Nach 6 Jahren Bauzeit (mit technologisch begründeten Unterbrechungen) und über 2000 geleisteten Arbeitsstunden, bestand der Waggon 50 50 28 14 817-7 seine Hauptuntersuchung. Damit ging wohl die langwierigste Instandsetzung eines Fahrzeugs des Sächsischen Eisenbahnmuseums zu Ende.
Schon bei der ersten Befundung des Waggons vor Beginn der Aufarbeitung zeigte sich der schlechte Zustand des Fahrzeuges. Doch die eigentlichen Probleme rückten erst viel später ans Tageslicht.
Chronologie der Restauration
Startschuss für die Aufarbeitung war der Ausbau von Zughaken, Luftkesseln und Drehgestellen. Letztere wurden zur Überholung zu einer Firma nach Halberstadt verbracht. Es folgte der Ausbau sämtlicher Fenster inklusive Rahmen sowie, auf Grund brandschutztechnischer Forderungen, schlussendlich der Ausbau der gesamten Innenverkleidung des Wagens. Dabei zeigte sich, dass es vor allem im unteren Bereich der Karosserie und an mehreren Trägern zu erheblichen Rostbefall gekommen war. Der Grund für dieses Dilemma konnte zeitnah lokalisiert werden: Bei einer der früheren Hauptuntersuchung wurde die Entwässerungen der Seitenfenster fälschlicher Weise in die Bodenisolation verlegt.
An die Blecharbeiten knüpften die Lackierung des Wagenkastens und die Neuanfertigung der Innenverkleidung an. Gleichzeitig mussten, nach diversen Schwierigkeiten, in Eigenregie die Generatoren instandgesetzt werden. Diese produzieren während der Fahrt des Wagens Strom für den Innenraum und speisen einen ebenfalls erneuerten Batteriesatz. Im Fahrgastbereich wurden Leuchtstoffröhren durch moderne LED-Röhren getauscht, welche jedoch die alte Außenwirkung erhalten.
Kurz vor dem Wiedereinbau der überholten Fenster im Jahr 2016 tauchte plötzlich ein ganz neues Problem auf.
„Beim Entfernen von Kaugummi vom Fußboden stieß ein Vereinsmitglied mit einem Schraubendreher aus Versehen durch den Boden, ganz durch… „
Dies warf den Zeitplan komplett durcheinander. Es musste der gesamte Bodenbelag heraus. Darunter kamen die stark angerosteten und an einigen Stelle durchgerosteten Bleche des Unterbodens zum Vorschein.
Demzufolge startete die Erneuerung sämtlicher sogenannter „Sickenbleche“. Zum Schutz vor Korrosion erhielt der Unterboden im selben Atemzug eine neue Versiegelung. Die nächste Herausforderung bestand darin einen möglichst originalen und doch widerstandsfähigen Bodenbelag als Ersatz für den alten zu finden.
Auch Lasertechnik kam bei der Aufarbeitung zum Einsatz. Besonders wichtig war dies für den Einbau der überarbeiteten Sitze. Die frisch lackierten und neu bezogenen Sitzbänke konnten mittels modernster Technik genau auf dem Fußboden platziert und befestigt werden.
Mit dem Einbau der Fenster nahm der Waggon langsam wieder Gestalt an, doch ein zentrales Element fehlte noch. Die instandgesetzten Drehgestelle (Achsen in einem drehbar gegenüber dem Wagenkasten gelagerten Gestell) konnten endlich mit dem Wagenkasten wieder vereint und die Bremsanlage samt geprüften Luftkessel montiert werden.
Nun war die Restauration auf der Zielgeraden. Das eiserne Ziel war eine Abnahme des Waggons Anfang Dezember. Und genau dieser Termin konnte gehalten werden, nachdem es in den letzten Wochen noch einmal ein wenig Stress aufkam, da viele kleine Arbeiten wie Sitznummerierung oder Ausbesserung kleiner Lackschäden viel Zeit in Anspruch nahmen.
Am 12. Dezember war es dann vollbracht. Der Waggon hatte die Hauptuntersuchung bestanden und darf nun für die nächsten 8 Jahre in Traditionsdienst für das Sächsische Eisenbahnmuseum unterwegs sein. Und der erste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten. Am 15. Dezember hing der Wagen schon im ausgebuchten Sonderzug des Museums nach Schwarzenberg. Weitere Fahrten werden folgen. Nächsten Sonntag geht es übrigens nach Annaberg-Buchholz zur Abschlussbergparade
An dieser Stelle wollen wir uns bei allen an diesem Projekt beteiligten Mitgliedern für die geleistete in Arbeit und ebenfalls bei allen beteiligten Firmen bedanken.
Dank eures engagierten Einsatzes ist es gelungen, den 1977 in Halberstadt in Betrieb genommen Personenwagen wieder betriebsfähig für den Museumszug des Sächsischen Eisenbahnmuseums zu reaktivieren.
Doch so ein Projekt benötigt eine sehr willensstarke Beteiligung von Vereinsmitgliedern. Damit wir auch zukünftig das Museum samt Museumszug erhalten können suchen wir dringend neue Mitglieder. Wenn Sie Interesse an historischer und erlebbarer Technik haben oder einfach sich für den Erhalt dieser Eisenbahnkultur einsetzen möchten, dann melden Sie sich bei uns.
Licht’lfahrt zur Bergparade nach Schwarzenberg
Am 15.12.2018 war die vereinseigene Dampflokomotive 50 3648-8 mit einem historischen Sonderzug unterwegs.
In Zusammenarbeit mit der IG Dampflok Nossen, führte die Fahrt ins Erzgebirge zur Bergparade nach Schwarzenberg. Am frühen Nachmittag wurde in Chemnitz Hbf der Sonderzug vom SEM Chemnitz sowie von der IG Dampflok Nossen vereinigt. Zusammen mit den beiden Dampflokomotiven 50 3610 und 50 3648 startete der Zug pünktlich um 13.26 Uhr in Richtung Schwarzenberg. Als Highlight durfte der Zug die bereits gesperrte Strecke Chemnitz – Aue befahren, welche in kürze für das Chemnitzer Modell umgebaut wird. Durch das winterlich, verschneite Zwönitztal ging die Fahrt über Einsiedel und Burkhadtsdorf nach Thalheim. Bei herrlichstem Winterwetter fand im Bahnhof von Thalheim ein Fotohalt mit Scheineinfahrt statt. Weiter ging die Fahrt über Zwönitz und Aue zum Tagesziel nach Schwarzenberg.
Gelegen in der Schwarzenberger Altstadt ist der Weihnachtsmarkt ein absolutes Muss in der Adventszeit. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit begann auch schon die Bergparade mit 146 Bergmusikern von 18 Vereine mit gut 320 Trachtenträgern.
Nach einem rund 4 stündigen Aufenthalt führte die Fahrt weiter durch das weihnachtlich beleuchtete Erzgebirge, zurück nach Chemnitz. Bei einem kurzen Zwischenstopp im Bahnhof Schlettau hatten die Fahrgäste die Möglichkeit bei Glühwein, Bratwurst und Musik den Museumsbahnhof zu besuchen. Am späten Abend erreichte der Sonderzug wieder Chemnitz Hauptbahnhof.
Wir möchten uns nochmals bei den Fahrgästen dem Personal und der IG Dampflok Nossen für diesen unvergesslichen Ausflug bedanken.

Auf in die Winterpause…
Eine weitere Museumssaison neigt sich dem Ende. Am 1. November 2018 beginnt im Sächsischen Eisenbahnmuseum e.V. die Winterpause.
Ab April 2019 sind die Tore unseres Museums wieder wie gewohnt jedes Wochenende sowie an Feier-, und Ferientagen des Freistaats Sachsen für Interessierte geöffnet.
Die Öffnung des Museums zwischen Weihnachten und Silvester muss dieses Jahr leider auf Grund einer aufwendigen Umstellung der Energieversorgung entfallen.