Sonderfahrt ins tschechische Franzensbad und Eger

Zum Tag der deutschen Einheit, am 03.10.2017, startete das SEM zu einer Herbsttour ins Egerland. Bei herbstlichen Wetter startete der Zug in Chemnitz und führte über die Sachsen-Franken Magistrale nach Plauen(Vogtl). Weiter ging die Fahrt an der Talspere Pirk vorbei, dann über Bad Brambach nach Franzensbad. Dort bestand die Möglichkeit u.a. das prunkvolle Kurbad oder die Parkanlagen einen Besuch abzustatten. Wer wollte konnte mit unseren Zug weiterfahren nach Eger. Hier konnte man das historische Stadtzentrum erkunden. Nach erlebnisreichen Stunden traten wir die Heimfahrt an, wo unser Zug pünktlich Chemnitz erreichte.

Mehr Bilder finden sie unter Bildergalerie – Sonderfahrten

50 3648-8 in Böhmen

Am 23.09.2017 war unsere 50 3648 mit einem Freundschaftszug der Flügelradtourist nach Böhmen unterwegs. Ziel der Fahrt war Velkè Březno/Großpriesen wo ein Besuch der Brauerei und der Museumsbahn auf dem Programm stand. Auf der Rückfahrt konnte unsere Dampflok auf den Bergstrecken nochmal zeigen was in ihr steckt.

Dampflok 50 3648 im Chemnitztal

Für eine Chemnitzer Firma, ist heute das Sächsische Eisenbahnmuseum auf ungewöhnlichen Gleisen unterwegs. Zur Abholung der Fahrgäste wurde der Rangierbahnhof Chemnitz-Küchwald sowie ein kleines Stückchen der alten Chemnitztalbahn befahren. Weiter führte die Fahrt über Glauchau und Zwickau nach Altenburg.

Sonderfahrt nach Schöneck und Adorf

Sonderfahrt nach Schöneck und Adorf

Das Sächsische Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf startete am 03.Juni 2017 einen Pfingstsonderzug ins Vogtland. Mit der vereinseigenen Dampflokomotive 50 3648-8 ging es von Chemnitz über Glauchau, Zwickau nach Schöneck und Adorf. In Schöneck bestand die Möglichkeit den IFA Ferienpark zu besuchen, für Eisenbahn interessierte wurde die Fahrt über Zwotental, auf der nicht mehr regulär befahrenen Strecke nach Adorf fortgesetzt.
In Adorf konnten die Fahrgäste das Eisenbahnmuseum besuchen, wo auch unsere Lok gedreht und Wasser gefasst wurde.
Auf der Rückfahrt wurde ein Fotohalt am ehem. Hp Gunzen eingelegt, wo unserer Sonderzug von vielen Eisenbahnfreunden erwartet wurde.
Nach einen erlebnisreichen Tag ging es wieder über Zwickau und Glauchau nach Chemnitz zurück.

Volksfeststimmung am Hp. Gunzen

Beitrag 50 3648

Sie ist das Schmuckstück und das Aushängeschild des Sächsischen Eisenbahnmuseums Chemnitz – Hilbersdorf: Die Dampflokomotive 50 3648-8. Seit 1997 zieht sie sehr zur Freude aller Fans und Eisenbahnfreunde zuverlässig die Sonderzüge des Museums durch Sachsen und ganz Deutschland und hat dabei über 160 000 Kilometer zurückgelegt.

Lebenslauf 50 3648

Die Lok wurde von der Firma Krupp in Essen gebaut und am 21. Februar 1941 mit der Fabriknummer 2332 an die Deutsche Reichsbahn geliefert. Die Maschine wurde unter der Nummer 50 967 geführt, erster Einsatzort war Seelze. Nach dem Krieg verlegte die Bahn die Lok zuerst nach Frankfurt/Oder. Weitere Stationen waren die Bahnbetriebswerke in Magdeburg, Halberstadt, Stendal, Eilsleben und Wismar, bevor sie in Eberswalde als streckentaugliche Heizlok eingesetzt wurde. Nach der zwischenzeitlichen Rekonstrukion 1961 wurde die Lok inzwischen unter ihrer heutigen Betriebsnummer 50 3648-8 geführt. Bereits in ihrem ‚ersten Leben‘ hat die Maschine Großes geleistet, seit ihrer Indienststellung im Jahr 1941 insgesamt rund zwei Millionen Kilometer im schweren Streckendienst zurückgelegt.
Am 24.12.1991 folgte die z-Stellung. Engagierte Eisenbahner des Sächsischen Eisenbahnmuseums bewahrten sie vor der drohenden Verschrottung und holten die Maschine nach Chemnitz, wo sie ab 1995 wieder aufgearbeitet wurde. Seit 1997 steht sie dem Museum für Sonderfahrten betriebsfähig zur Verfügung.

Bekohlung im Bw Chemnitz-Hilbersdorf

Am Anfang standen in Chemnitz-Hilbersdorf nur Hunte zur Verfügung, welche mit einem Kran auf die Lok bzw. Tender gehoben und dort durch Kippen entleert wurden.

Ab 1930 kamen Kräne der Chemnitzer Firma Findeisen in Chemnitz-Hilbersdorf zum Einsatz. Die Arbeit war sehr mühsam, da die Kohle von Hand in die Hunte geschaufelt werden musste. Es standen pro Schicht je 12 Kohlearbeiter zur Verfügung. Manchmal mußte sogar das Werkstattpersonal mit aushelfen. Bei dieser Art der Kohleverladung konnten bis zu 450t Kohle pro Tag verladen werden.

Dies reichte 1956 in Chemnitz-Hilbersdorf nicht mehr aus und man entschloss sich, einen Kohlehochbunker vom „VEB Leipziger Stahlbau und Verzinkerei“ zu errichten. Vom 27. März 1957 bis zur Einstellung des Dampfbetriebes am 31.12.1987 war der Kohlehochbunker in Betrieb. Später wurden hin und wieder Heizlokomotiven bekohlt.

Beladen wurde der Kohlehochbunker mit Hilfe eines EDK6 (Eisenbahndrehkran). Dieser diente nicht nur zum Befüllen des Hochbunkers, sondern ermöglicht auch das direkte Bekohlen von Dampfloks.

Museumswerkstatt

Die Werkstatt in Hilbersdorf

Als das BW Chemnitz-Hilbersdorf entstand, war keine Werkstatt vorhanden. Kleine Reparaturen wurden an den Loks durch das Personal selbst durchgeführt. Zwischen den Gleisen im Lokschuppen stand jeweils eine Werkbank mit einem Schraubstock und Werkzeug zur Verfügung. Größere Schäden wie z. B. Lagerschäden oder das Wechseln von Speisepumpen mussten in den Ausbesserungswerken ausgeführt werden.

Mit der Gründung der DRG (Deutsche Reichsbahngesellchaft) erhielt das BW Chemnitz-Hilbersdorf eine kleine eigene Werkstatt, die aber 1936 nicht mehr ausreichte und einem Neubau weichen mußte.
Bis dahin war auch die Achssenke im Freien. Beim Neubau der Werkstatt wurde sie im Lokschuppen 1 zwischen Gleis 1 und 2 neu errichtet.
Bei dem Neubau der Werkstatt wurden Werkzeugmaschinen für Reparaturen geliefert, mit denen Schadgruppen L2 (Zwischenausbesserung) und L3 (Zwischenausbesserung) repariert und instand gesetzt werden konnten.

So wurden zum Beispiel zwischen 1945 und 1950 33 Lokomotiven repariert. 1953 wurden 12 Lokomotiven mit Schadgruppe L0 (Bedarfsausbesserung), 23 Lokomotiven mit der Schadgruppe L2 und zwei Lokomotiven mit der Schadgruppe L3 untersucht.

Heute ist die Werkstattausrüstung noch in großen Teilen vorhanden, aber nicht mehr komplett funktionsfähig.

Die Werkstattausrüstung

Strassmann – Bohrwerk
Drehbank
Hallenkran (2t)
Fräsmaschine
Schweißgeräte

Stoßmaschine
Eine Stoßmaschine, oft auch Schnellhobler genannt, ist eine Werkzeugmaschine zur spanabhebenden Metallbearbeitung mit linearer Hauptbewegung.
Im Gegensatz zur Hobelmaschine ist das Werkstück eingespannt und das Werkzeug bewegt sich darüber hinweg.

Horizontal Bohrwerk (nur Ausstellungsstück)
3 Lufthämmer
Presse zum Lagerausbau

Achssenke
Mit Hilfe der Achssenke können einzelne Radsätze oder Drehgestelle eines Fahrzeugs abgesenkt werden, um sie zu überholen oder auszutauschen, ohne das Fahrzeug anzuheben. Die Achssenke ist in der Regel in einer quer zur Fahrtrichtung angeordneten Grube zwischen den Gleisen eingebaut und besteht aus einem fahrbaren Gestell, welches mit einer Senk- und Hubvorrichtung ausgerüstet ist. Die senkrechte Bewegung erfolgt elektrisch oder hydraulisch durch Gewindespindeln, Scherenhubtische oder Hydraulikzylinder.

Lokkran
Zum Anheben großer Teile direkt über der Achsenke am Gleis 1 und 2 im Rundhaus 1

Hubböcke (Rundhaus 2)
Zum Anheben von Lokomotiven oder Wagenkästen, um Drehgestelle oder Achsen auszubauen

Deutschlandgerät (Rundhaus 1)
Das Deutschlandgerät ist ein von der Maschinenfabrik Deutschland hergestelltes Gerät zum (Wieder)aufgleisen von (entgleisten) Zügen. Es handelt sich dabei um ein hydraulisch betriebenes Hub- und Verschubgerät.

Sonderzug nach Dresden und dem Sächsich-Böhmischen Semmering

Unsere 50 3648-8 war am 1.Mai 2016 mit dem Sonderzug „Dampf trifft Dampf“ unterwegs.
Die Fahrt verlief vom Sächsischen Eisenbahnmuseum direkt nach Dresden. Hier hatten die Fahrgäste die Möglichkeit auszusteigen und die Flottenparade der Sächsischen Dampfschifffahrt vom Elbufer aus zu bestaunen. Wer mochte, konnte mit dem Sonderzug weiter ins frühlingshafte Elbtal fahren. In Bad Schandau war Richtungswechsel und mit dem Tender voran ging es über die landschaftlich reizvolle Strecke nach Sebnitz und Neustadt (Sachsen). Diese Strecke wird auch als „Böhmisch-Sächsischer Semmering“bezeichnet. Die Rückfahrt verlief weiter über Dürrröhrsdorf und Pirna nach Dresden. Hier wurden die Fahrgäste, welche morgens in Dresden ausstiegen, eingesammelt und im flotten Tempo ging es zurück nach Chemnitz. Ein Highlight war dabei die lautstarke Befahrung der Tharandter Rampe, dem steigungsreichen Abschnitt zwischen Tharandt und Klingenberg-Colmnitz. Pünkltich erreichte der Zug am frühen Abend das Sächsische Eisenbahnmseum.

50 3648-8 erneut im oberen Erzgebirge unterwegs

Am Samstag, den 27.2.2016 kam unsere 50 3648-8 vor dem Sonderzug der Dampflokfreunde Berlin e.V. auf dem Abschnitt zwischen Chemnitz und Cranzahl zum Einsatz. Die Tour führte, wie schon eine Woche zuvor, durch das Zwönitztal, über Aue, Schwarzenberg und Annaberg-Buchholz. Hinter der Lok hingen sogar zwei Wagen des ehem. Zwickauer Traditionszuges. Diesmal spielte auch das Wetter mit, so dass bei kalten Temperaturen, Sonne und Schnee schöne Aufnahmen des Zuges entstehen konnten.

Faszination Eisenbahn