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Harz erleben – Nostalgie auf Schienen

13. Juni 2026 7:00 21:00

Am 13. Juni begeben wir uns auf eine ganz besondere Reise durch Zeit und Landschaft: Unsere große Nostalgiefahrt mit unserem Museumszug steht an! Stilvoll und kraftvoll gezogen von einer historischen Diesellokomotive, erleben Sie Eisenbahngeschichte hautnah – vom satten Klang des Motors bis zum authentischen Ambiente der liebevoll erhaltenen Wagen.


Die Fahrt beginnt in Chemnitz und führt über Burgstädt und Geithain in Richtung eines der schönsten Mittelgebirge Deutschlands: den Harz.
Ziel unserer Reise ist Wernigerode, die berühmte „Bunte Stadt am Harz“. Prächtige Fachwerkhäuser, verwinkelte Gassen und das hoch über der Stadt thronende Schloss Wernigerode verleihen dem Ort ein märchenhaftes Flair. Cafés, Museen und kleine Läden laden zum Verweilen und Entdecken ein – ideal für einen genussvollen Aufenthalt.
Ein besonderes Highlight: In Wernigerode besteht Anschluss an die Züge der Harzer Schmalspurbahnen. Ob eine Fahrt mit der dampfenden Brockenbahn oder eine gemütliche Tour durch das Harzer Schmalspurnetz.


Kommen Sie mit und erleben Sie eine unvergessliche Nostalgiefahrt in den Harz, bei der nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg selbst begeistert. Steigen Sie ein, lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich von der Faszination historischer Eisenbahn verzaubern!

Leistungen:

– Fahrt in einem historischen Sonderzug

– Fahrt nach Wernigerode und zurück

– Sitzplatzreservierung

ZustiegFahrpreiszur Buchung
Chemnitz Hbf
Burgstädt
Geithain
Erw.: 85 €
Kind: 50 €
Familie: 220 €
..::zur Buchung::..

Bäderexpress nach Karlsbad/Karlovy Vary

27. Juni 2026 7:00 22:30

Erleben Sie den Sommer auf eine ganz besondere Weise – mit einer unvergesslichen Nostalgiefahrt nach Karlovy Vary. Steigen Sie ein in unseren liebevoll restaurierten Sonderzug aus den 1970er Jahren, gezogen von einer historischen Diesellokomotive, und genießen Sie die Atmosphäre vergangener Zeiten.

Die Fahrt beginnt in Chemnitz und führt Sie durch die reizvolle Landschaft des Erzgebirges. Über den Erzgebirgskamm geht es weiter ins böhmische Chomutov und schließlich in die traditionsreiche Kurstadt Karlovy Vary (Karlsbad).

In Karlovy Vary erwartet Sie eine malerische Altstadt mit prächtigen historischen Gebäuden, einladenden Promenaden und weltberühmten Heilquellen. Nutzen Sie die Gelegenheit zu einem Stadtbummel, einem Besuch der Thermalbäder oder einer entspannten Pause in einem der zahlreichen Cafés.

Freuen Sie sich auf eine entspannte Tagesreise, die Nostalgie, Kultur und landschaftliche Schönheit auf besondere Weise verbindet.

Leistungen:
– Fahrt in einem historischen Sonderzug
– Fahrt nach Karlsbad und zurück
– Sitzplatzreservierung

ZustiegFahrpreiszur Buchung
Chemnitz Hbf
Zschopau
Wolkenstein
Annaberg-Buchholz unt. Bf
Erw.: 85 €
Kind: 50 €
Familie: 220 €
..::zur Buchung::..

Was macht eigentlich unsere Dampflok 50 3648-8?

Am 29. Oktober 2023 verabschiedeten wir unsere Dampflok 50 3648 mit einer letzten Fahrt, bevor wenige Tage später die Fristen für Kessel und Fahrwerk abliefen. Seitdem befindet sich die Lok in unserer Werkstatt, wo sie eine umfangreiche Aufarbeitung durchläuft.
Zu Beginn der Arbeiten wurden alle Aggregate, wie die Lichtmaschine, sorgfältig ausgeblasen, um Schäden durch Kondenswasser zu verhindern. Im Anschluss begannen unsere ehrenamtlichen Mitglieder mit der Demontage der Lok. Jedes Bauteil am oder im Kessel musste entfernt, geprüft, überarbeitet oder eingelagert werden. Vom Schornstein über den Dampfsammelkasten bis hin zu Mischvorwärmern und kleinen Ölleitungen – alles wurde abgebaut.

Ein Meilenstein war die Abnahme des Führerhauses, die viel Präzision erforderte. Bereits im Sommer 2024 konnten erste Bauteile wie die Speiseventile, der Drei-Wege-Hahn, Wasserstandsarmaturen und Gruppenventile zur Überarbeitung verschickt werden. Im
Herbst 2024 erhielten wir diese vollständig aufgearbeitet zurück.
Mittlerweile ist der Kessel vollständig von seinen Anbauteilen befreit, und auch die Kesselverkleidung wurde abgebaut und eingelagert. Leider traten bei der Demontage einige unerfreuliche Schäden zutage. So stellte sich beim Ausbau des Schornsteins heraus, dass er einen Riss hat. Als Gussteil ist eine Reparatur nicht möglich, doch glücklicherweise
fanden wir einen passenden Ersatzschornstein in unserem Lager.

Parallel dazu war der Ersatzkessel in Marienberg zur Aufarbeitung. Dort wurde er Anfang des Jahres sandgestrahlt und gründlich begutachtet. Leider wurden schwerwiegende Schäden entdeckt, deren Behebung sich technologisch als äußerst anspruchsvoll erwies. Die detaillierte Untersuchung dieser Schäden kostete viel Zeit und warf unseren Zeitplan er heblich durcheinander.

Ende des Jahres beschlossen wir daher, die Arbeiten am Ersatzkessel in Marienberg nicht fortzusetzen und uns stattdessen dem Kessel zu widmen, der sich aktuell auf der Lok befindet. Anfang Januar 2025 wurde mit dem Ausbau aller Heiz- und Rauchrohre begonnen.

Blick in die leere Rauchkammer

Nach diesem großen Rückschlag hoffen wir nun, dass die Arbeiten an unserer Dampflok 50 3648-8 zügig voranschreiten und wir bald wieder Fortschritte vermelden können. Unser Team bleibt hochmotiviert, und wir danken allen Unterstützern für ihr Engagement!

Blick in die Feuerbüchse

MITZIEHEN

Am 18.01.2025 fand in Chemnitz die große Eröffnung der Kulturhauptstadt 2025 statt – ein unvergesslicher Tag voller spannender Highlights und beeindruckender Veranstaltungen in der gesamten Innenstadt.

Auch wir durften Teil dieses besonderen Ereignisses sein – mit der historischen Dampflok „Hegel“. Diese Lok, einst bei der Lokomotivfabrik Richard Hartmann in Chemnitz gebaut, spielte eine zentrale Rolle in einem der spektakulärsten Programmpunkte der Feierlichkeiten.

Bereits am Vormittag wurde die Dampflok in Hilbersdorf auf einen Spezial-LKW verladen und unter Polizeischutz auf die Straße der Nation in die Innenstadt transportiert. Dort wurde sie vorsichtig auf die Straßenbahngleise abgeladen, bereit für ihren großen Auftritt. Den ganzen Tag über zog die Lok tausende neugierige und begeisterte Blicke auf sich – ein wahrer Publikumsmagnet!

Um 18 Uhr war es dann soweit: Mit der Aktion „Mitziehen“ wollten wir symbolisieren, wie viel erreicht werden kann, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Und in diesem Fall war es nicht weniger als die 20 Tonnen schwere Dampflok „Hegel“, die durch die Innenstadt bewegt wurde!

120 Freiwillige hatten sich gemeldet, um diese Herausforderung anzunehmen. In Teams zogen sie die Lok etappenweise über die Straße der Nation – begleitet von einem riesigen Publikum, das die Teams lautstark anfeuerte. Die Begeisterung war so überwältigend, dass sich die Lok ihren Weg durch die Menge regelrecht bahnen musste. Doch schließlich erreichte „Hegel“ pünktlich ihr Ziel, zur Freude der Zuschauer und aller Beteiligten.

Am späten Abend wurde die Dampflok erneut verladen und nach Hilbersdorf zurücktransportiert.

Liebe Chemnitzerinnen und Chemnitzer, liebe Europäer – wir möchten uns von Herzen für eure Begeisterung und euren großartigen Einsatz bedanken. Dieser Tag hat uns einmal mehr gezeigt, was Gemeinschaft bewirken kann.

Dieser unvergessliche Moment wird uns noch lange in Erinnerung bleiben!

Die ersten Gastfahrzeuge sind da!

Die Vorbereitungen für das 31. Heizhausfest – Das große Eisenbahnfest laufen auf Hochtouren. Auch die ersten Fahrzeuge sind bereits eingetroffen.

In der vergangenen Wochen traf die MBA Feldbahndampflok bei uns ein, am 18.08.2024 kam die erste Regelspurdampflok zu uns: die 77.250 der Eurovapor. Diese 1927 in Linz an der Donau gebaute Lokomotive ist zum ersten Mal bei uns in Chemnitz-Hilbersdorf zu Gast.

Ebenfalls traf am 18.08.2024 unsere V60 345 137 ein, die auch beim Heizhausfest dabei sein wird.

Kommt vorbei und erlebt die Faszination Eisenbahn hautnah!



31. Heizhausfest – 60 Jahre Diesellokomotive BR V100

Die Diesellokomotive der Baureihe V100 der ehemaligen Deutschen Reichsbahn der DDR ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Diesellokomotiven der deutschen Eisenbahngeschichte. Die Entwicklung dieser Lokomotive begann in den 1960er Jahren, um die veralteten Dampflokomotiven zu ersetzen und den steigenden Anforderungen des Schienenverkehrs gerecht zu werden.

Die V100 wurde von der Lokomotivfabrik LKM (Lokomotivbau Karl Marx) in Potsdam-Babelsberg entwickelt und später bei LEW Hennigsdorf gebaut. Die erste Prototypenlokomotive, die als V100.0 bezeichnet wurde, kam 1964 auf die Schienen. Die Serienproduktion begann 1968. Die Lokomotiven dieser Baureihe wurden sowohl für den Personen- als auch für den Güterzugdienst konzipiert und erwiesen sich als äußerst vielseitig und zuverlässig.

Foto: J.Ullmann

Die V100 besitzt einen Dieselmotor des Typs 12 KVD 18/21 AL-4, der eine Leistung von 1000 PS (735 kW) liefert. Die Lokomotive hat eine Achsfolge B’B‘, was bedeutet, dass sie zwei Drehgestelle mit jeweils zwei angetriebenen Achsen hat. Diese Konstruktion gewährleistet eine gute Gewichtsverteilung und ermöglicht den Einsatz auf Nebenstrecken mit schwächerem Oberbau. Die Höchstgeschwindigkeit der V100 liegt bei 100 km/h.

Die V100 wurde hauptsächlich im mittleren und leichten Streckendienst eingesetzt. Sie war sowohl im Personenverkehr auf Nebenstrecken als auch im Güterverkehr sehr verbreitet. Aufgrund ihrer Zuverlässigkeit und ihrer einfachen Wartung war sie bei den Bahnbetriebswerken sehr beliebt.

In den 1970er und 1980er Jahren war die V100 aus dem Eisenbahnbetrieb der DDR nicht mehr wegzudenken.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Baureihe V100 in die Baureihe 201 (für V100.0) und 202 (für V100.1) umnummeriert. Letztere wurde mit einem stärkeren Motor ausgestattet, um eine höhere Leistung von 1200 PS (883 kW) zu erreichen.

Auch nach der Wende und der Eingliederung der Deutschen Reichsbahn in die Deutsche Bahn AG blieb die V100 weiterhin im Einsatz. Viele der Lokomotiven wurden modernisiert und an private Eisenbahnunternehmen verkauft, wo sie teilweise noch heute im Einsatz sind. Die robuste Konstruktion und die einfache Technik machen die V100 auch im modernen Eisenbahnbetrieb noch nützlich.

Feiern Sie mit uns ein Besonderes Jubiläum!

Elektrische Aufarbeitung von 91 896

Bereits im Winter hatte sich die AG Museumspflege der kleinen Dampflok gewidmet.

2022 wurde die komplette Kabelführung der preußischen Lokomotive demontiert, die alten Kabel entfernt und die Kabelführung anschließend optisch aufgearbeitet.

Bei der Neuverlegung wurden insgesamt 200 Meter Kabel in die Lokomotive eingebracht. Die Lampen der Lok sind elektrisch sowie farblich grundhaft überarbeitet und ein neuer Trafo ist in der Lok installiert, da das Vorgängermodell noch aus DDR-Zeiten stammte. Die Deckenleuchte im Führerstand wurde nachgerüstet sowie die Spitzen-, Schlusslichter, die Triebwerksbeleuchtung und sogar die Wasserstandsbeleuchtung in funktionsfähigen Zustand versetzt.

Abschluss bildetet die elektrotechnischen Abnahme der gesamte Lok. Hinzu kamen leichte Konservierungs- sowie Lackierarbeiten an der Lok und die museale Aufarbeitung der Armaturen im Führerstand. Die Lok steht nun wieder „leuchtend“ für Fotoveranstaltungen zur Verfügung. Ihren ersten großen Auftritt hatte Sie zur Nachtfotoparade beim Heizhausfest.