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Kessel-Zwischenuntersuchung an 50 3648 erfolgreich abgeschlossen

Nach den aktuell gültigen Gesetzen, dem §33 der Eisenbahn Bau- & Betriebsordnung (EBO) muss an einem Dampfkessel alle 3 + 1 (Verlängerung) Jahre eine umfangreiche Untersuchung  mit Abnahme durch einen Kesselsachverständigen erfolgen. Wie wir bereits berichteten, waren diese 4 Jahre an unserer Lok abgelaufen und es stand die Zwischenuntersuchung an.
Da wir auch einige Probleme im 1. Halbjahr 2019 mit unserem Reglerknierohr und dem Regler an sich hatten, deutete sich auch hier ein größerer Arbeitsaufwand an. In der Zeit vom 4. Juni bis 10. August 2019 wurde ein umfangreicher Arbeitsplan abgearbeitet, u.a. 66 Stehbolzen gewechselt, mehrere Waschlukenfutter gewechselt, das neue Reglerknierohr (gefertigt im Dampflokwerk Meinigen im Januar 2019) ausgebaut und noch einmal komplett überarbeitet, ein aufgearbeiteter Regler eingebaut und diverse Arbeiten am Fahrwerk durchgeführt. Einen großen Teil dieser Arbeiten führte die EWK Eisenbahn Werkstätten Krefeld  GmbH in Zusammenarbeit mit unseren Vereinsmitgliedern durch.

Arbeiten am Kessel durch die EWK Eisenbahn Werkstätten Krefeld GmbH, Foto: Falko Schubert

Am 18. Juli 2019 erfolgte dann unter Aufsicht des Kesselsachverständigen die Wasserdruckprobe des Kessels. Nach dem Abarbeiten notwendiger Nacharbeiten konnte die Lok komplett zusammengebaut und für die Warmdruck- & Funktionsprobe angeheizt werden. Diese erfolgte am 10. August 2019, wieder unter der Teilnahme des Kesselsachverständigen. Neben der Abnahme des Dampfkessels wurden auch die frisch aufgearbeiteten Kesselsicherheitsventile unter Dampf eingestellt. An diesem Tag sollte sich auch erstmalig zeigen, ob die Arbeiten an Reglerknierohr und Regler einen Erfolg mit sich bringen und die Undichtigkeiten abgestellt sind.

Am 10. August 2019 wurde die Warmdruckprobe erfolreich durchgeführt. Foto: Johnny Ullmann

Das Ergebnis der kräftezehrenden Wochen und Arbeitsstunden – alles dicht! Die ersten „Gehversuche“ aus eigener Kraft auf unserer Anschlussbahn verliefen auch positiv. Hoffen wir auf nun viele störungsfreie Einsätze der Dampflok und etwas Erholung für unser Werkstattpersonal.

Bedanken möchten wir uns bei allen mitwirkenden Vereinsmitgliedern sowie der Firma EWK Eisenbahn Werkstätten Krefeld GmbH für die qualitativ hochwertige Arbeit sowie die einwandfreie Zusammenarbeit!

50 3648 wird natürlich auch beim Heizhausfest vom 23. bis 25. August unter Dampf zu erleben sein.

Text: Oliver Hofmann, Falko Schubert

Bauarbeiten auf dem Innenhof

Die Verschönerung des Innenhofes ist in den letzten Tagen weit vorangeschritten. Die Pflasterarbeiten im Bereich zwischen dem Gebäude der Geschäftstelle und dem Hofgleis stehen kurz vor der Fertigstellung.

Stand der Arbeiten auf dem Innenhof am 14.8.2019, Foto: Falko Schubert

Das Heizhausfest wirft seine Schatten voraus

Vom 23. August bis zum 25. August werden wir in Zusammenarbeit mit den Eisenbahnfreunden „Richard Hartmann“ wieder das traditionelle Eisenbahnfest veranstalten. Neben den alljährlichen Rahmenprogramm haben wir uns auch dieses Jahr ein paar Highlights einfallen lassen.

Begrüßen Sie mit uns die betriebsfähigen Lokomotiven:

  • 35 1097 (IG 58 3047 – Glauchau)
  • 50 3610 (WFL – Nossen)
  • 50 3648 (SEM – Chemnitz)
  • 52 8177 (Dampflokfreunde Berlin e.V.; Samstag und Sonntag)
  • 91 134 (DampfKultur – Leipzig)
  • 95 027 (IG ArGE Rübelandbahn – Blankenburg)
  • FLC 03 120 – (Dampfspeicherlok SEM – Chemnitz)
  • 232 173 – Triangula-Logistik
  • E77 10 – DB Museums Nürnberg, IG BW Dresden-Altstadt e.V.

Weitere Gastfahrzeuge sind in Planung.

Desweiteren haben wir ein umfangreiches Rahmenprogramm für das Wochenende in Vorbereitung. Schon am Freitag möchten wir mit einigen Programmpunkten aufwarten.
So veranstalten wir erstmals ein Ehrenlokführerseminar mit Theorie- und Praxiskurs auf unserer betriebsfähigen Dampfspeicherlokomotive (Anmeldung reservierung@sem-chemnitz.de).
Am Nachmittag bieten wir dann einen diesellokbespannten Sonderzug nach Hainichen an, welcher pünktlich zur abendlichen Nachtfotoparade wieder im Museum sein wird.
Für die Nachtfotoveranstaltung bittenb wir um Voranmeldung per Email an :nachtfotoparade@sem-chemnitz.de.

Am Samstagmorgen beginnt die Fahrt des von 35 1097-1 beförderten Heizhausexpresses. Von Flöha bis Freiberg verkehrt dieser parallel zu einem zweiten Dampfsonderzug, welcher zuvor am Museumsbahnsteig im Sächsischen Eisenbahnmuseum seine Fahrt begann. Ab Freiberg führt die Fahrt des Heizhausexpresses dann über Dresden und Riesa zurück nach Chemnitz, wo der Zug pünktlich zur Lokparade wieder eintreffen wird.
Nach der traditionellen Lokparade mit allen betriebsfähigen Lokomotiven möchten wir nachmittags mit unseren Gästen noch auf eine Dampfloksonderfahrt durch das romantische Zschopautal nach Hainichen gehen.

Auch am Sonntag werden sowohl die Parallefahrten nach Freiberg am Morgen, die Lokparade am frühen Nachmittag als auch die Dampfsonderzüge nach Hainichen am späten Nachmittag angeboten. Außerdem findet ein umfangreiches Programm auf dem Veranstaltungsgelände statt.

Ausführlichere Informationen zum Heizhausfest und den Sonderfahrten finden Sie unter „28. Heizahusfest“ und unter „Sonderfahrten„.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Dampflok 50 3648 und 35 1097 zum 27. Heizhausfest im Jahr 2018.

Bauarbeiten im Sächsischen Eisenbahnmuseum

Bauarbeiten auf dem Innenhof zwischen den beiden Ringlokschuppen am 4.7.2019. Foto: Falko Schubert

Aufgrund von Bauarbeiten in Vorbereitung der 4. Sächsischen Landesausstellung kommt es zu Beeinträchtigungen an der Geschäftsstelle sowie auf dem Innenhof zwischen den beiden Rundhäusern.

Wir bitten um Ihr Verständis.

Stand der Bauarbeiten auf dem Innenhof am 17.7.2019. Foto: Falko Schubert

Unsere Dampflok 50 3648 verabschiedet sich in die Sommerpause…

Werte Fahrgäste und Museumsbesucher, werte Geschäftspartner und Vereinsfreunde,

nachdem unsere Vereinsdampflok 50 3648 im ersten Halbjahr 2019 immer wieder bedingt durch Schäden und Reparaturen nicht vollwertig oder zum Teil gar nicht eingesetzt werden konnte, möchten wir hiermit einen kurzen Einblick in die Hintergründe geben:

Bei der frostsicheren Abstellung der Lok zum Jahreswechsel 2018/2019 wurde ein Schaden an der Aufhängung des Reglerknierohres im Kesselinneren festgestellt. Ein Einsatz der Lok war somit aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Weil der Schaden unsere Möglichkeiten überstieg, zogen wir als Sächsisches Eisenbahnmuseum e.V. (SEM) das Dampflokwerk Meiningen hinzu. Es erfolgten Arbeitsaufnahme und Instandsetzung, zeitlich allerdings recht knapp vor dem ersten Einsatz im Jahr 2019 durch das Dampflokwerk geplant.

Am 2. März 2019 konnte der instandgesetzte Schaden erstmals unter „Dampf“ beurteilt werden. Ergebnis: starke Undichtigkeiten im Kesselinneren. Ein weiterer Betrieb war wieder nicht möglich. Sofort wurde Kontakt mit dem DLW aufgenommen und eine Nacharbeit abgestimmt. Allerdings verursachte dieser Schaden nun weitere Standzeiten. Die dann erfolgten Nacharbeiten waren leider wieder nicht erfolgreich. In Folge dessen trat auf der Überführungsfahrt zum Dampflokfest in Dresden ein massiver Schieberschaden an unseren „Karl-Schulz Schiebern“ ein. Mit aller Kraft und Unterstützung des Vereins „IG Bw Dresden-Altstadt e.V.“ wurde während des Dampflokfestes die 50 3648 vor Ort instandgesetzt und konnte die Rückführung von Dresden nach Chemnitz gemeinsam mit 35 1097 und 15 Wagen aus eigener Kraft bewältigen.

Doch dadurch war das Problem der Undichtigkeit am Reglerknierohr noch immer nicht behoben. Die Osterfahrten nach Hainichen und Radebeul meisterte die Lok einwandfrei und wir hofften nach wie vor, dass sich das Dampflokwerk Meiningen zu einer Nacharbeit äußert und die Lok dann endlich wieder zu 100% einsetzbar ist. Allerdings vergeblich warteten wir auf Lösungen. Auf der Überführungsfahrt nach Cottbus am 3. Mai 2019, für die Fahrt nach Wolstyn (Wollstein, PL), kündigte sich bedingt durch das noch immer undichte Reglerknierohr erneuter Ärger an den Schiebern an. Die Fahrt nach Wolstyn und zurück nach Chemnitz bewältigte die Lok fast störungsfrei. Allerdings wurde in Chemnitz wieder ein massiver Schieberschaden festgestellt. Laut dem Dampflokwerk Meiningen ist der Schaden reparabel, jedoch müsste das komplette Reglerrohr ausgebaut werden. Dies hätte eine sehr lange Außerbetriebnahme der Lok zur Folge.

Da nun etwas Ratlosigkeit bei uns herrschte und wir aber den Fahrgästen und Geschäftspartnern gegenüber auch Verantwortung haben und keine weiteren großen Schäden mehr im Betrieb riskieren wollen, haben wir uns entschieden alle weiteren Einsätze der Lok 50 3648 bis Anfang Juni abzusagen und Ersatzloks zu suchen.

In der Zwischenzeit konnte eine weitere Fachfirma auf diesem Gebiet gefunden werden: Die EWK Eisenbahn Werkstätten Krefeld GmbH wird sich nun den Schaden annehmen und diesen ohne Ausbau des gesamten Reglerrohres beheben.

Weiterhin läuft auch am heutigen 6. Juni 2019 die Kesselfrist der Lok ab und es muss eine erneute Kessel-Hauptuntersuchung erfolgen. Dabei sollen neben den Auflagen des Kesselsachverständigen noch weitere größere und eigene festgelegte Arbeiten an der gesamten Lokomotive ausgeführt werden, welche wir in Zusammenarbeit mit EWK und weiteren Partnerfirmen realisieren möchten.

50 3648 und 110 101 nach der Ostersonderfahrt nach Radebeul am Abend des 21. April 2019, Foto: M. Weidlich

Wir als Sächsisches Eisenbahnmuseum haben uns als festes Ziel gesetzt, dass die Dampflok 50 3648 ab dem Heizhausfest vom 23. bis zum 25. August 2019 wieder mit neuer Kesselfrist für vier Jahre und ohne Beeinträchtigungen zum Einsatz kommen soll und wir unseren Fahrgästen sowie Geschäftspartnern wieder eine voll einsetzbare Dampflok anbieten können.

Die Mitglieder des SEM möchten sich nochmals bei allen Beteiligten für das aufgebrachte Verständnis bedanken, für Absagen von Einsätzen der Lok aber auch für die sehr große Unterstützung bei der Bereitstellung von Ersatzfahrzeugen. Besonderer Dank gilt hier der TRIANGULA Logistik GmbH, der IG Traditionslok 58 3047 e.V. aus Glauchau sowie der WFL Wedler Franz Logistik GmbH & Co. KG.

Chemnitz, den 6.6.2019,

Vorstand & Betriebsleitung des SEM

Pflege ist wichtig!

Damit unser Museumszug noch lange in ansehnlichen und betriebsfähigen Zustand erhalten bleibt, bedarf es fortwährender Pflege. So waren unsere Wagen letzte Woche in der Zug-Waschanlage auf dem Betriebshof der Mitteldeutschen Regiobahn.

Mitropa-Speisewagen

Der Zustand des Mitropa-Speisewagens nach den ersten Entkernungsarbeiten

Liebe Eisenbahnfreunde,

wie viele von Ihnen wissen, setzen wir uns als Sächsisches Eisenbahnmuseum e. V. für die lebendige Erhaltung der Eisenbahngeschichte vergangener Tage ein. Ein großes Projekt der vergangenen Jahre war die Wiederinbetriebnahme des Museumszuges aus historischen Wagens der Deutschen Reichsbahn. Zu einem vollumfänglichen Erlebnis einer Sonderfahrt gehört auch die Verpflegung in einem Speisewagen. Wir haben uns entschlossen, den Mitropa-Speisewagen WRg² 51 50 88-15 032-8 wieder in Betrieb zu nehmen.
Da dieses Projekt sowohl personell als auch finanziell für uns eine immense Herausforderung darstellt, bitten wir dafür um Ihre Unterstützung. Auf einer Sonderseite haben wir dazu einen Spendenaufruf mit ausführlichen Informationen zu diesem Projekt gestartet.

Brauereinführung zur Himmelfahrtstour nach Holzhau

Bald startet unsere Sonderfahrt zu Himmelfahrt nach Holzhau. Fahrkarten dafür sind noch vorhanden.
Es gibt nun auch die Möglichkeit, an einer Führung durch die Rechenberger Brauerei und dem Brauereimuseum teilzunehmen.
Alle Informationen finden Sie hier.
Für die Interessierten aus der Region pendelt der Zug gegen 13 Uhr einmal nach Freiberg und zurück mit Zustiegshalten in Lichtenberg, Mulda, Bienenmühle und Rechenberg.

Im Jahr 2018 dokumentierte Stephan Klotzsch die Ausfahrt des Sonderzuges nach Holzhau aus dem Bahnhof Berthelsdorf.